Islamisches Zentrum Hamburg
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Nachrichten Code : 187663
Datum der Veröffentlichung : 6/3/2017 10:47:00 AM
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Die Gefahr des Takfirismus und Extremismus für den Weltfrieden

Die Konferenz „Die Gefahr des Takfirismus und Extremismus für den Weltfrieden und die friedliche Koexistenz“ fand am 22. und 23. Mai 2017, unter der Anwesenheit der islamischen Gelehrten aus den schiitischen und sunnitischen Konfessionen in Dänemark statt.


Diese Konferenz wurde unter Bedingungen abgehalten, wo die zumeist takfiristischen und gewaltbereiten Gruppen von einigen reichen und korrupten Zentren gegründet, organisiert und unterstützt werden, und ihre Zahl Tag für Tag steigt. Motto dieser Konferenz war „Die islamische Ummah (Gemeinschaft) fordert Frieden und Sicherheit für alle“.

Der Leiter des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH) forderte auf dieser Konferenz, dass diese sogenannten destruktiven „Fitwas“ (Befehle der Rechtsgelehrten) von den islamischen gesetzlichen Anlaufstellen behandelt werden. „Takfir“[1] sei allein das Recht Gottes, so Ayatollah Dr. Ramezani weiter.

Weiterhin beschrieb Ayatollah Dr. Ramezani bei seiner Rede auf dieser Konferenz in der Imam Ali Moschee Dänemark das Extremismus und die Wege zu dessen Bekämpfung, und sagte:



Im Namen Gottes

بسم الله الرحمن الرحیم. يا أَيُّهَا الَّذينَ آمَنوا كونوا قَوّامينَ لِلَّهِ شُهَداءَ بِالقِسطِ  وَلا يَجرِمَنَّكُم شَنَآنُ قَومٍ عَلىٰ أَلّا تَعدِلُوا اعدِلوا هُوَ أَقرَبُ لِلتَّقوىٰ

O ihr, die ihr glaubt, tretet für Gott ein und legt Zeugnis für die Gerechtigkeit ab. Und der Haß gegen bestimmte Leute soll euch nicht dazu verleiten, nicht gerecht zu sein.[2]

Zunächst möchte ich mich bei allen Gelehrten und Geistlichen der islamischen Konfessionen, sowohl bei den sunnitischen, als auch bei den schiitischen Brüdern, den Schriftstellern, und Rechtsgelehrten der verschiedenen Religionen bedanken – insbesondere bei den hohen Instanzen – die uns die Ehre erwiesen, an dieser Konferenz teilzunehmen.

Auf Vorschlag des Vorstandes wurde diese Konferenz „Die Gefahr des Takfirismus und Extremismus für den Weltfrieden und die friedliche Koexistenz“ genannt. Ich habe ihn mit dem Namen „ein großes Nein zu Takfirismus und Extremismus“ ins Leben gerufen, und hoffe, mit meinen in den 10 Jahren Aufenthalt in Europa gesammelte Erfahrungen einige Worte dazu beitragen zu können.

Gemäß dem Koranvers, das zu Beginn rezitiert wurde, ist der Abweg von der Gerechtigkeit und Mäßigkeit – nicht einmal aus Milde anderen gegenüber – nicht zugelassen. In dem Werk vom Allame Tabatabaee, „Tafsir al-Mizan“, schreibt er über diesen Koranvers: Hütet euch davor, wegen Hass und Feindschaft, die Gerechtigkeit zu verletzen“. Ayatollah Makarem Shirazi schreibt in „Tafsir Nemune“ über diese Koranvers: „Hass, und ethnische Feindschaften und private Abrechnungen sollten keine Erlaubnis dafür sein, die Rechte anderer zu verletzen.“

Takfirismus und Extremismus, das gemeinsame Problem der gestrigen und heutigen Weltgemeinschaft

Sehr geehrte Anwesenden! Der Takfirismus und Extremismus sind sehr wichtige Themen, die – je nach den zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten – behandelt werden müssen, da sie schon immer das gemeinsame Problem der Menschheit gewesen sind. Die Gefahr hat jedoch in den letzten Jahren regionale und internationalen Dimensionen angenommen, und seinen unheilbringenden Schatten über alle Menschen verbreitet. Sie hat auch Angst und Schrecken überall auf der Welt verbreitet, daher ist die Bekämpfung des Takfirismus und Extremismus zu einer allgemeinen Aufgabe geworden. Wir haben uns heute versammelt, damit die schiitischen und sunnitischen Instanzen und Rechtsgelehrten ihren Beitrag zur Aufklärung dieses Phänomens leisten.

Wir wissen alle, dass erst dann gefährliche Gedanken zu einer realen Gefahr werden, wenn sie die finanziellen Mittel besitzen und eine höhere Macht sie unterstützt. Im Laufe der Geschichte gab es nicht wenige falsche ethische und religiöse Gedanken und Anschauungen, doch solange sie keine Macht besaßen und keine Finanzquelle hatten waren sie keine wahre Bedrohung.

Wenn man sich diese Punkte genau anschaut, werden viele soziale Erscheinungen klar, denn sie werfen viele Fragen auf, die uns zum Nachdenken motivieren, nämlich woher die takfiristischen und extremistischen Bewegungen, die heute jeden auf der Welt bedrohen, ihre modernen und einzigartigen Waffen beziehen? Welche Gruppen decken die immensen Personalbeschaffungskosten dieser Gruppen? Woher kommen die Datenbeschaffungen und Sicherheitsangelegenheiten auf regionler und internationaler Ebene? Wo und durch welche Personen geschieht die Rekrutierung, Ausbildung und moderne Organisation dieser furchterregende Organisationen? Wie schaffen sie es, trotz der Medien, ungehindert und frei und ohne irgendwelche legalen Hindernisse auf der ganzen Welt aktiv sein? Und hunderte weitere Fragen.

Der Geist des Islams ist vollständig mit Takfirismus und Extremismus fremd

Sehr geehrte Anwesende! Wir haben uns, als die Rechtsgelehrten der verschiedenen Konfessionen, hier versammelt, um der Welt die klare Botschaft zu schicken, dass der Geist des Islams nichts mit dem Takfirismus und Extremismus gemeinsam hat, und die Muslime, sowohl die Schiiten, als auch die Sunniten, sie ablehnen und sie verneinen. Egal, ob es gegenüber den Muslimen, oder nicht-Muslimen, in Europa oder in Asien, oder sonstwo auf der Welt ist, individuell ist, oder organisiert, regierungsabhängig oder staatlich organisiert.

Ich werde hier, auf dieser wichtigen Konferenz und mit der Erlaubnis aller Anwesenden, die folgenden Punkte ansprechen, und hoffe, dass die auf dieser Konferenz genannten Themen für alle Muslime und nicht-Muslime Europas nützlich sind. So Gott will.

Punkt 1: Aus historischer Sicht wurden im Laufe der Geschichte die verschiedenen takfiristischen und extremistischen Bewegungen von den Machthabern unterstützt, um ihre Ziele zu erreichen, und andererseits die Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzten. Im letzten Jahrhundert wurde diese Bewegung – insbesondere unter den Muslimen – in verschiedenen Formen geleitet und gefördert, was zur Verschärfung der Differenzen, Auseinandersetzungen und letztendlich zu Kriegen zwischen den verschiedenen Glaubensrichtungen geführt hat. Manchmal führte sie sogar zu Diffenzen unter den Anhängern einer Glaubensrichtung, was auch große Probleme für die Sicherheit der religiösen Gesellschaft führte. Die Gesamteit dieser Ursachen stellt die islamische Ummah (Gemeinschaft) vor ernstzunehmenden Bedrohungen, und führt dazu, dass die muslimishe Gesellschaft, statt Einheit und Einigkeit und religiöse Stabilität, sich mit einer Reihe von grundlosen und destruktiven ideellen, politischen und Glaubenskämpfe auseinandersetzen, sich voneinander entfernen, und keine Fortschritte erzielen.

Die Analyse des komplizierten Managements dieser unseligen Prozedur bedarf einer umfangreichen Forschungsarbeit, was ich nicht darzulegen vermag. Daher begnüge ich mich damit, das Ergebnis der Verfremdung der islamischen Ummah zu nennen. Folgen wie: Verlust der Größe und Macht der Gemeinschaft und Zentrum von wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Fortschritte und Innovationen zu sein. Themen, die einst die islamische Gesellschaft zum Zentrum des Wissens, der Politik und der Wirtschaft machte. Dies ist eine Lehre, die wir von Koran nehmen müssen:

وَلَا تَنَازَعُوا فَتَفْشَلُوا وَتَذْهَبَ رِيحُكُمْ

und streitet nicht miteinander, sonst würdet ihr verzagen, und eure Durchsetzungskraft würde auch schwinden[3]

So kann man mit Leichtigkeit verstehen, dass jede Form von Differenzen und Steitigkeiten unter den Muslimen, dem Interessen der Machthaber und Reichen zugute kommen. Es müssen stets die Muslime sein, die die Schwachen darstellen und geopfert werden.

Dialog zwischen den Religionen für eine Einigkeit und Koexistenz gehört zu den Prioritäten der Menschheit

Punkt 2: Genauso wie die internen Dialoge der Muslime zu den wichtigen Angelegenheiten gehören, so ist auch der Dialog zwischen den Religionen für die heutige Menschheit einer der wichtigsten Prioritäten für ein friedliches Zusammenleben.

Zu den Vorteilen dieser Dialoge gehört auch die Respektierung der Lehren und Heiligtümer der anderen Religionen, was dazu führt, dass die Anhänger der Regligionen, die anderen Gesandten Gottes achten, und es unterstehen, unter dem Vorwand der freien Meinungsäußerung die Heiligtümer zu verunglimpfen. Fälle, die diese Dialoge schädigen, ist die Welle der Islamophibie und die anti-Islambewegung, die manchmal mit extremistischen und takfiristischen Propagandaaktionen und manchmal auch auf andere Wege im Gange sind. Letztendlich führen diese Propagandaaktionen dazu, dass die nicht-Muslime das Gefühl bekommen, dass der Islam eine gewaltverherrlichende und furchteinflößende Religion ist, und es grundsätzlich nicht die Möglichkeit besteht, dass die Gegner des Islams Gespräche führen können. Solche Ansichtsweisen schaden natürlich den Muslimen und der islamischen Gesellschaft. So gesehen kann die Bekämpfung des Extemismus den Weg für den Dialog zwischen den Religionen ebnen und von den Ergebnissen profitieren.

Punkt drei: Gemäß den Lehren des Korans ist der Prophet des Islams (gegrüßet sei er) der Prophet der Güte und Einheit: „وَمَا أَرْسَلْنَاكَ إِلَّا رَحْمَةً لِّلْعَالَمِينَ Und Wir haben dich nur als eine Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt.“[4] Auch der geehrte Prophet sagt selbst: „انما بعثت رحمة Ich wurde für Barmherzigkeit auserwählt worden“ und „انما بعثت معلّما Ich wurde als ein Lehrer zum Propheten ernannt worden“. Der Prophet wird von Gott – in dem Koranvers „وَإِنَّكَ لَعَلَىٰ خُلُقٍ عَظِيمٍ Und du besitzt großartige Charakterzüge.“[5] – für seine ethische Vorgehensweise gewürdigt, und hat die Menschen aufgrund Gottes Güte um den Monotheismus versammelt: „فَبِمَا رَحْمَةٍ مِّنَ اللَّـهِ لِنتَ لَهُمْ ۖ وَلَوْ كُنتَ فَظًّا غَلِيظَ الْقَلْبِ لَانفَضُّوا مِنْ حَوْلِكَ Es ist um der Barmherzigkeit Gottes willen, dass du ihnen gegenüber umgänglich warst. Wärest du grob und hartherzig gewesen, wären sie rings um dich fortgelaufen.“[6] Dieser ethischen Art und Weise ist es zu verdanken, dass die kriegslüstigen Stämme, die über 100 Jahre Krieg miteinander geführt hatten, einander näher kamen und zu Brüdern wurden. Mit so einer Ansichtsweise hat der Prophet (gegrüßet sei er) alles daran gesetzt, soweit wie nur möglich Kriege und Kämpfe zu verhindern, und bei einem Kriegsausbruch, die Zahl der Opfer und die Schäden soweit wie nur möglich niedrig zu halten. Aus diesem Grund sehen wir auch, dass es bei den über 80 Kriegen, die von den Missgönnern dem Propheten auferlegt wurden, auf beiden Seiten nur 3000 Tote gab, während es im 20. Jahrhundert, wo von jeder Ecke die Rufe über Menschenrechte zu hören sind, die Kriege über 100 Millionen Opfer forderten.

Takfir gegenüber den Anhängern des Islams ist unter keinen Umständen gestattet

Punkt vier: Aus der Sicht der religiösen Rechtslehren und den Fitwas der Gelehrten der Glaubensrichtungen ist es eindeutig, dass Takfir gegenüber denjenigen die sich dem Haus Gottes (Qibla) beugen und „لااله الا الله“ (es gibt keinen Gott außer Allah) rufen nicht gestattet. Wie Abu Hanifa bin Naman bin Thabit sagt: „وَلا نُكَفِّرُ أَحَدًا مِنْ أَهْلِ القِبْلَةِ بِذَنْبٍ مَا لَمْ يَسْتَحِلَّهُ Wir bezeichnen keinen, der sich zur Qibla verneigt, als Ketzer“. Ahmad bin Zahir Ssarakhsi, der Schüler von Abolhassan Ash´ari, sagt: „Unser Meister, Sheikh Abolhassan Ash´ari, war krank und lag in meinem Haus. Als ich spürte, dass seine Zeit gekommen war, sagte er mir: Versammle alle meine Schüler und diejenigen, die mich mögen. Ich rief alle zusammen, und sie kamen zum Sterbebett des Meisters. Er sagte: إشهدوا علیّ أنّی لا أقول بتکفیر أحد من أهل القبله بذنب، لأنّی رأیتُهم کلَّهم یشیرون إلی معبود واحد و الإسلام یشملُهم ویعمُّهم Seid alle Zeuge, dass ich niemandem der sich der Qibla verneigt, für seine Sünden als Ketzer bezeichne. Denn ich sehe, dass alle auf den einen Gott hinweisen, und der Islam alle umfasst.“[7]

Abolhassan Ash´ari, der selbst einer der großen Gelehrten der sunnitischen Glaubensrichtung war, sagte: „سجِّلوا عنی او انقلوا عنی اننی لا اکفر من قال لا اله الا الله او لا اکفّر مسلما Schreibt meinerseits, dass ich niemals jemanden der لا اله الا الله (es gibt keinen anderen Gott außer Allah) sagt und keinen Muslimen als Ketzer bezeichne.“

Punkt 5: Aus wissenschaftlicher Sicht gab es in der Islamzeit – außer einiger Khawarej (Abtrünniger) und der in den letzten Jahrhunderte neugegründeten takfiristeischen Bewegungen – keine muslimische Glaubensrichtung, die die anderen Muslime der Ketzerei bezichtigte, und mit dieser Anschuldigung deren Blut, Eigentum und Ehre als „Mobah“ (deren Aneignung zulassen) bezeichnete. Also besitzen die in den vergangenen Jahrhunderten unter dem Vorwand des Aufrufes zur Monotheismus und Bekämpfung der Ketzerei durch einige kurzichtige und sture Menschen, die dann zum Hinschlachten der Muslime und Zerstörung der islamischen Bauten und Kulturobjekte führten, in der islamischen Geschichte keinen historischen Hintergrund, und wurden auch zu keiner Zeit von den oberen Rechtsgelehrten des sunnitischen und schiitischen Konfessionen gutgehießen.



Wir sind heute überall auf der Welt Zeuge von Entstehung und Ausbreitung der takfiristischen Bewegungen

Die großen Gelehrten des Islams haben bis jetzt sich sehr dafür eingesetzt, diese abwegigen Denkweisen zu bekämpfen. Trotzdem gelang es diesen Bewegungen, aufgrund ihres starken Managements und finanziellen Unterstützungen, überall auf der Welt Fuß zu fassen. Tagtägich begehen sie Verbrechen, die in der Geschichte ihresgleichen suchen. Verbrechen, wie: Enthauptungen, Verbrennen, Abtrennen von Körperteilen, Vergewaltigungen, Vernichten von Eigentum und Zerstörung von Heiligtümern. Sie haben sich von der religiösen Logik und der islamischen Scharia entfernt, und begnügen sich nicht einmal dem Takfirismus. Daher haben sie auch einige hohe islamische Rechtsgelehrte ermordet und verbotene und verpöhnte Taten, was sie als „Djahade Nekah“ (Vermählung mit den Gefangenen für Gott!) bezeichnen, vollbracht.

Heute sehen wir überall in der islamischen Welt mehr oder weniger takfiristische Gruppen, die auf ihrer Weise eine Unklarheit bei der Darlegung der Lehren des Islams unter den Jugendlichen ausnutzen. Gruppen, wie die Nusrah-Front, ISIS, Al-Kaida, Djondol-Adl, Hizb ut-Tahrir in Asien, und Bokoharam, al-Shabab, Ansar al-Sunnah, und Ansar al-Shariah in Afrika.

Medien spielen eine gewichtige Rolle bei der Ausbreitung der Islamophobie und Islamfeindlichkeit

Die Islamphobie und Islamfeindlichkeit ist eine ernstzunehmende Tatsache, bei denen die Medien – genährt von takfiristischen Bewegungen und populistischen Vorgehensweisen – eine wichtige Rolle bei deren Verbreitung und Fortdauer spielen. Dabei muss der Einfluss der Machthaber und interne und externe Handlanger aufgedeckt werden. Zu den internen Ursachen in der islamsichen Welt, die Islamophobie verbreiten, gehören zweifellos die takfiristischen Fitwas, die den Befehl zur Ermordung der Muslime erteilen.

Nach welchen islamischen Rechtslehren ist die Erlaubnis zum Töten von Muslimen gerechtfertigt und logisch?

Einer der Grundfragen, für deren Klärung die religiösen Rechtsgelehrten und Universitäten sich einsetzen müssen, ist, dass mit welcher Begründung und nach welchen Schriften und Dokumenten, oder aufgrund welcher Koranverse diese Fitwas, die offen und klar verkündet werden, untermauert werden? Nach welchen logischen Rechtslehren und nach welchen islamsichen Konfessionen werden die Fitwas zur Zerstörung der islamischen Heiligtümer, oder das Vergießen des Blutes Unschuldiger begründet?

Bis wann müssen wir still sitzten, und uns die verpöhnenden Anspielungen derjenigen, die selbst Öl ins Feuer schütten, anhören, die sagen: „In China gibt es über 500 Religionen, die friedlich miteinander koexistieren. Doch die Muslime, mit einer Religion und einem Gott und einem Propheten bekämpfen einander und jede Gruppe bezeichnet seine Toten als Märtyrer!?!

Ist es nicht an der Zeit, dass wir klar und eindeutig die Haltlosigkeit dieser Fitwas bekanntgeben, und dass die Aussprecher dieser Fitwas vor den Rechtsgelehrten und internationalen Gerichtshöfen Rede und Antwort stehen müssen, und die Verantwortung für die Folgen ihrer Fitwas übernehmen?

Wir fordern die Weiterleitung der Akten der destruktiven Fitwas an die rechtlichen Instanzen der islamischen Welt

Wir fordern die Weiterleitung der destruktiven Fitwas an die Gerichte der islamischen Welt oder an internationale Organisationen, damit die Wurzel der takfiristischen Denkweise – als eine illegale Aktion und eine Bedrohung des Weltfriedens – vertrocknet.

Takfir liegt allein in der Hand Gottes/ Ketzerei und Glaube werden im Rahmen der religiösen Anforderungen und Verleumdung der religiösen Grundlagen bestimmt











[1] Jemanden als Ketzer zu bestimmen

[2] Al-Ma´ida, Vers 8

[3] Al-Anfal, Vers 46

[4] Al-Anbia, Vers 107

[5] Al-Qalam, Vers 4

[6] Ale-Imran, Vers 159

[7] Sherani, al-yawaqiat va al-Djawahir, S. 50.


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